Aliquot
Kurz gesagt Ein Aliquot ist ein abgeteilter Anteil einer Lösung. Beim Arbeiten mit Peptiden wird die fertige Lösung in kleine Portionen aufgeteilt, damit nicht bei jeder Entnahme dasselbe Gefäss erneut geöffnet wird.
Das Volumen eines Aliquots ergibt sich aus der gewünschten Menge geteilt durch die Konzentration. Bei fünf Mikrogramm je Mikroliter entsprechen 250 Mikrogramm genau 50 Mikroliter.
Aliquotieren schützt die übrige Lösung vor Lufteintrag und wiederholtem Auftauen. Wer einfriert, teilt vorher auf, damit jede Portion nur einmal auftaut.
Der praktische Grund für das Aufteilen ist die Zahl der Einstiche. Jedes Anstechen des Septums bringt Luft und mögliche Keime in das Gefäss und belastet die Lösung zusätzlich. Wer die gesamte Menge in einem Gefäss belässt, sticht bei jeder Entnahme erneut ein; wer gleich nach dem Ansetzen aufteilt, stört jede Portion genau einmal.
Die zweite Überlegung betrifft das Einfrieren. Wiederholtes Gefrieren und Auftauen setzt dem Molekül zu, weshalb sich das Aufteilen vor dem Einfrieren anbietet: Jede Portion wird dann nur ein einziges Mal aufgetaut.
Wie gross eine Portion sinnvollerweise ausfällt, hängt davon ab, welches Volumen sich noch genau abmessen lässt. Sehr kleine Volumina sind fehleranfällig, weshalb eine niedrigere Konzentration mit grösserem Entnahmevolumen oft die genauere Wahl ist. Der Rekonstitutionsrechner rechnet beides gegeneinander aus.