HPLC
Kurz gesagt HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) ist ein Trennverfahren, bei dem eine Probe unter hohem Druck durch eine Trennsäule gepumpt wird. Aus dem Flächenanteil des Hauptpeaks im Chromatogramm ergibt sich die Reinheit in Prozent.
Die Methode steht auf dem Zertifikat des jeweiligen Labors. Im Register von SwissPeps misst APIGENEX s.r.o. nach HPLC; Liquilabs s.r.o. verwendet Peptide Screening mit Identifizierung über Retentionszeit und Spektrum. Deshalb wird die Methode je Labor genannt und nicht pauschal für das ganze Register.
Eine HPLC-Reinheit ist ein Chromatographie-Flächenwert. Sie sagt nichts über Wassergehalt, Gegenionen oder den absoluten Peptidgehalt eines Vials aus.
HPLC beantwortet, wie sauber die Probe ist — nicht, ob es die richtige Substanz ist. Diese zweite Frage klärt die Massenspektrometrie über die Molekülmasse. Erst beide Verfahren zusammen ergeben eine belastbare Aussage.
Praktisch entscheidend ist, dass ein Prozentwert ohne Methode wertlos ist. Zwei Labore können dieselbe Charge messen und zu verschiedenen Zahlen kommen, wenn sie verschiedene Säulen, Gradienten oder Detektionswellenlängen verwenden. Deshalb gehört die Methode auf den Bericht, und deshalb nennt die COA-Bibliothek sie je Labor.
Die Fläche unter dem Hauptpeak wird auf die Gesamtfläche aller Peaks bezogen. Alles, was die Säule nicht als Peak zeigt — Wasser, Salze, das Gegenion — geht in diese Rechnung gar nicht ein. Das ist der Grund, warum Peptidgehalt und HPLC-Reinheit zwei verschiedene Zahlen sind, die beide stimmen können.
Für die Aufreinigung nach der Synthese wird dieselbe Technik im grösseren Massstab eingesetzt, dann präparative HPLC genannt. Ziel ist dort nicht das Messen, sondern das Auffangen der sauberen Fraktion.