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Peptidgehalt

Kurz gesagt Der Peptidgehalt gibt an, welcher Anteil der Einwaage im Vial tatsächlich Peptid ist. Salze, Gegenionen und Restfeuchte zählen nicht dazu und senken den Wert gegenüber der Reinheit.

Ein Beispiel: Ein Vial mit zehn Milligramm Einwaage, 99 Prozent Reinheit und 80 Prozent Peptidgehalt enthält rund acht Milligramm Peptid. Die übrigen zwei Milligramm sind Gegenion und gebundenes Wasser.

Für die meisten Laboranwendungen ist die Nennmenge auf dem Vial die Rechengrösse. Wer Konzentrationen exakt braucht, nimmt stattdessen den Peptidgehalt aus dem Zertifikat, sofern er dort ausgewiesen ist.

Der Unterschied zur Reinheit ist der wichtigste Punkt: Die Reinheit vergleicht das Zielpeptid mit den anderen Peptiden in derselben Probe, der Peptidgehalt vergleicht das Peptid mit der gesamten eingewogenen Masse. Neunundneunzig Prozent Reinheit bei achtzig Prozent Peptidgehalt ist kein Widerspruch, sondern der Normalfall.

Bestimmt wird er über eine Aminosäureanalyse oder über den Stickstoffanteil. Beides ist aufwendiger als ein Chromatographielauf, weshalb die Angabe nicht auf jedem Bericht steht.

Innerhalb einer Charge ist die Lücke zur Nennmenge unkritisch, weil sie in allen Ansätzen dieselbe ist. Beim Wechsel auf eine andere Charge oder einen anderen Hersteller ist sie es nicht. Ein durchgerechnetes Beispiel steht im Beitrag Was wirklich im Vial ist.

Verwandte Begriffe

Siehe auch

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