Lyophilisation (Gefriertrocknung)
Kurz gesagt Lyophilisation ist die Entfernung von Wasser aus einer gefrorenen Lösung durch Sublimation unter Vakuum. Zurück bleibt ein trockenes Pulver, das deutlich stabiler ist als die Lösung.
Lyophilisierte Peptide übersteht der Transport bei Umgebungstemperatur; gelagert werden sie versiegelt bei −20 °C und lichtgeschützt. Manche Chargen enthalten Mannitol als Gerüstbildner, der dem getrockneten Kuchen Struktur gibt — das Analysenzertifikat weist das aus.
Vor dem Einsatz im Labor wird das Pulver mit einem Lösungsmittel wie bakteriostatischem Wasser rekonstituiert; in Lösung sind Peptide deutlich weniger stabil.
Woran man ein gutes Lyophilisat erkennt: Es ist weiss bis cremefarben, locker und trocken. Form und Lage im Vial schwanken je nachdem, wie das Gefäss beim Trocknen stand; ein flacher Film am Boden ist ebenso normal wie ein Krümel an der Wand. Auffällig wären Verfärbung oder sichtbare Feuchtigkeit.
Der Kuchen im Vial kann sehr verschieden aussehen: als lockeres Gebilde, das die Form des gefrorenen Volumens behält, als flacher Film am Boden oder als Krümel an der Wand. Alle drei sind normal und sagen nichts über die Qualität oder über die eingewogene Masse aus.
Trocken ist ein Peptid deutlich länger haltbar als in Lösung, weil die Verbindungen zwischen den Gliedern durch Wasser gespalten werden. Genau deshalb ist der Trocknungsverlust eine relevante Angabe: Die verbliebene Restfeuchte begrenzt die Haltbarkeit.
Für den Versand folgt daraus, dass trockene Ware die Zeit im Paket ohne Kühlung verträgt; entscheidend ist, was danach geschieht. Die Laufzeiten für diesen Shop stehen unter Versand und Zahlung, die Lagerung erklärt der Beitrag Lyophilisation und Lagerung.