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Vial NAD+ 500 mg aus dem SwissPeps-Sortiment

NAD+ im Forschungskatalog: ein Coenzym zwischen lauter Peptiden

SwissPeps-Forschungsteam · Aktualisiert 16. Oktober 2026 · ~3 Min. Lesezeit

Wer den SwissPeps-Katalog durchgeht, findet zwischen lauter Aminosäureketten eine Position, die chemisch aus der Reihe fällt: Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid, kurz NAD+. Das hat Folgen für Kenndaten, Salzform und Zertifikatslage, und genau darum geht es in diesem Beitrag.

Gebaut aus Nukleotiden, nicht aus Aminosäuren

Ein Peptid ist eine Kette aus Aminosäuren. NAD+ folgt einem anderen Bauplan: Zwei Nukleotide, eines mit Nicotinamid, eines mit Adenin als Base, sind über eine Brücke aus zwei Phosphatgruppen miteinander verknüpft. Eine Sequenz im Sinne einer Aminosäureabfolge existiert deshalb nicht.

Die Kenndaten lauten: Summenformel C₂₁H₂₇N₇O₁₄P₂, Molekulargewicht 663,43 g/mol, CAS-Nummer 53-84-9. Abgefüllt ist das Dinatriumsalz in Vials zu 500 mg. Alle Angaben finden sich gesammelt auf der Produktseite zu NAD+.

Was die Salzform für Berechnungen bedeutet

Phosphatgruppen sind sauer. Im Produkt sind ihre Protonen teilweise durch Natrium ersetzt, daher der Zusatz Dinatriumsalz in der Bezeichnung. Die genannten 663,43 g/mol gelten für die freie Säure; ein Mol des Salzes bringt entsprechend mehr auf die Waage.

Für Stoffmengen ist das relevant. Wer aus einer eingewogenen Masse eine molare Konzentration bestimmen will, muss festlegen, auf welche Molmasse er sich bezieht. Der Rekonstitutionsrechner arbeitet dagegen mit Masse pro Volumen und kommt ohne diese Unterscheidung aus. Bei Peptiden steckt dieselbe Frage im Gegenion und im Peptidgehalt; bei NAD+ steht sie offen im Produktnamen.

Einordnung im Forschungsfeld

In In-vitro-Modellen wird NAD+ im Zusammenhang mit mitochondrialer Funktion, der Aktivität von Sirtuinen und Modellen der Zellalterung untersucht. Peptide aus demselben Umfeld sind Epithalon und SS-31; stofflich haben sie mit NAD+ allerdings wenig gemein. Einen Überblick über das Themenfeld gibt der Beitrag zu Longevity-Peptiden, die zugehörigen Produkte stehen in der Kategorie Longevity.

Dass ein Nicht-Peptid im Sortiment steht, ist kein Einzelfall. Auch bakteriostatisches Wasser und Essigsäure 0,6 % sind keine Peptide. Der Unterschied liegt in der Rolle: Diese beiden dienen als Lösungsmittel und sind beim Laborzubehör eingeordnet, NAD+ ist hingegen selbst Gegenstand der Untersuchung.

Stand der Zertifikate

Für NAD+ ist im Zertifikatsregister momentan kein Analysenzertifikat hinterlegt, und die Produktseite zeigt deshalb keine Chargentabelle. Das wird hier so gesagt, wie es ist: Ob zu einer Position Berichte vorliegen, muss man je Substanz nachsehen, und für NAD+ lautet die Antwort derzeit nein.

Ein künftiger Bericht müsste bei einem Coenzym zudem andere Schwerpunkte setzen als bei einer Aminosäurekette. Bei Peptiden bestätigt die Massenspektrometrie die erwartete Masse, die HPLC liefert einen Flächenanteil. Bei NAD+ kämen die Salzform und der Wassergehalt hinzu, der als Trocknungsverlust erfasst wird. Eine pauschale Mindestreinheit nennt SwissPeps grundsätzlich nicht; Messwerte gehören immer zu einer bestimmten Charge.

Lieferform und Lösung

NAD+ wird als Pulver geliefert. Wie ein Laboransatz berechnet und vorbereitet wird, beschreibt der Rekonstitutions-Leitfaden; Hinweise zur Löslichkeit gibt das Glossar. Worauf man bei der Auswahl eines Anbieters generell achten sollte, steht in Anbieter prüfen.

Für die Lagerung gilt dasselbe wie für die meisten Feststoffe im Katalog: trocken, kühl und vor Licht geschützt. Ein Pulver, das Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnimmt, wird schwerer, und jede spätere Einwaage enthält dann einen Anteil Wasser, der in keiner Rechnung auftaucht.

Überblick

Häufige Fragen

Warum gilt NAD+ nicht als Peptid?

Weil es keine Aminosäuren enthält. Es setzt sich aus zwei Nukleotiden zusammen, die über zwei Phosphatgruppen verbunden sind.

Auf welche Form bezieht sich die Molmasse von 663,43 g/mol?

Auf die freie Säure. Das gelieferte Dinatriumsalz ist schwerer, für molare Berechnungen muss daher klar sein, welche Form zugrunde liegt.

Ist für NAD+ ein Analysenbericht verfügbar?

Aktuell nicht. Das Zertifikatsregister enthält zu dieser Substanz keinen Bericht, eine Chargentabelle fehlt deshalb auf der Produktseite.

Weshalb führt ein Peptidshop überhaupt NAD+?

Weil es in denselben Modellsystemen vorkommt wie mehrere Peptide des Katalogs, etwa in der Mitochondrienforschung, und dort als eigene Untersuchungssubstanz dient.

Nur für Forschungszwecke. Dieser Inhalt ist informativ. Die erwähnten Produkte werden ausschliesslich für die In-vitro-Labor- und wissenschaftliche Forschung geliefert, nicht für den menschlichen oder tierärztlichen Gebrauch. Für eine Bestellung müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein.

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