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Vial Retatrutid 10 mg aus dem SwissPeps-Sortiment

Retatrutid im Labor: Dreifachagonist mit 39 Aminosäuren

SwissPeps-Forschungsteam · Aktualisiert 16. Oktober 2026 · ~3 Min. Lesezeit

Kaum ein Peptid aus der Stoffwechselforschung wird so oft nachgefragt wie Retatrutid. Hier finden Sie die überprüfbaren Eckdaten an einem Ort: Kettenlänge, Masse, Registriernummer und eine Einordnung dessen, was die vier vorhandenen Analysenberichte tatsächlich aussagen.

Steckbrief in Zahlen

Wer eine Lieferung prüfen will, braucht zuerst die Referenzwerte. Retatrutid ist aus 39 Aminosäuren aufgebaut. Aus der Summenformel C₂₂₁H₃₄₂N₄₆O₆₈ folgt ein Molekulargewicht von 4731,42 g/mol, registriert ist der Stoff unter der CAS-Nummer 2381089-83-2. Identische Werte führt die Spezifikationstabelle auf der Retatrutid-Produktseite.

Zur Einordnung der Grösse: GHK-Cu wiegt 403,93 g/mol, Semax 813,92 g/mol. Ein einzelnes Retatrutid-Molekül bringt damit grob das Zehnfache eines kurzen Regulationspeptids auf die Waage und zählt zu den längsten Ketten im Sortiment.

GIP, GLP-1 und Glukagon: das Rezeptorprofil

In der Fachliteratur gilt Retatrutid als Dreifachagonist. Modellsysteme zeigen eine Bindung an drei Rezeptoren, nämlich GIP, GLP-1 und Glukagon. Genau hier liegt die Abgrenzung zu Tirzepatid, für das in vergleichbaren Modellen nur die ersten beiden beschrieben sind. Eine ausführliche Gegenüberstellung bietet Tirzepatid und Retatrutid im Vergleich, den Hintergrund zu den drei Hormonachsen liefert der Artikel über GLP-1, GIP und Glukagon.

Welche Folgen diese Bindungen in einem lebenden Organismus haben, wird derzeit erforscht. Solche Fragen beantwortet die wissenschaftliche Literatur, nicht ein Lieferant von Laborchemikalien. SwissPeps liefert Retatrutid ausschliesslich für die In-vitro-Forschung.

Was 38 Kopplungsschritte für den Preis bedeuten

Peptide dieser Länge entstehen in der Festphasensynthese Baustein für Baustein. Bei 39 Gliedern sind das 38 Kopplungen, und keine davon gelingt restlos. Ein Rechenbeispiel: Liegt die Ausbeute pro Kopplung bei 99 Prozent, besteht das Rohprodukt am Ende nur noch zu gut zwei Dritteln aus der gewünschten Kette.

Das restliche Drittel, also verkürzte oder fehlerhafte Ketten, muss in der Reinigung entfernt werden. Dieser Schritt kostet Zeit, Lösungsmittel und Material. Er erklärt den grössten Teil des Abstands zu kurzen Peptiden, den Sie in der Preisliste sehen, und hat wenig mit Marge zu tun.

Vier Analysenberichte im Register

Zu Retatrutid sind im Zertifikatsregister vier Analysenberichte hinterlegt. Jeder davon stammt aus einer 10-mg-Charge und damit aus derselben Vialgrösse, die im Shop angeboten wird. Selbstverständlich ist das nicht: Bei manchen Positionen stammen die Berichte aus anderen Abfüllgrössen.

Für die Reinheit nennen alle vier Berichte einen Messwert oberhalb von 99,8 Prozent. SwissPeps nennt bewusst keine pauschale Mindestreinheit. Verbindlich ist allein der Messwert, der auf dem Zertifikat der jeweiligen Charge steht, zusammen mit Methode, Chargennummer, Datum und Prüflabor.

Warum steht dort „über 99,8 Prozent“ und keine genauere Zahl? Oberhalb dieser Schwelle kann die HPLC einen verbleibenden Rest nicht mehr sicher erfassen. Die Angabe markiert also die Grenze der Methode, sie ist kein grosszügig gerundeter Wert. Wie man solche Dokumente kritisch liest, zeigt der Leitfaden Anbieter prüfen.

Reinheit und Peptidgehalt auseinanderhalten

Zwei Zahlen geraten oft durcheinander. Die Reinheit beschreibt, wie viel der im Chromatogramm erfassten Signalfläche auf Retatrutid entfällt. Der Peptidgehalt beschreibt dagegen, welcher Anteil der eingewogenen Masse tatsächlich Peptid ist. Weil das Pulver auch Gegenionen und etwas Restfeuchte enthält, liegt der Peptidgehalt in der Regel tiefer.

Konkret heisst das: Ein Vial mit 99,8 Prozent Reinheit besteht keineswegs zu 99,8 Prozent aus Peptid. Für genaue Konzentrationsangaben im Versuch ist diese Unterscheidung massgeblich.

Lösen und Konzentration berechnen

Retatrutid kommt als lyophilisiertes Pulver. Für Laborarbeiten wird es üblicherweise mit bakteriostatischem Wasser in Lösung gebracht. Welche Konzentration aus Vialinhalt und zugegebenem Volumen resultiert, zeigt der Rekonstitutionsrechner; den Ablauf Schritt für Schritt beschreibt der Leitfaden zur Rekonstitution.

Das Wichtigste auf einen Blick

Retatrutid in Kürze: CAS 2381089-83-2, 39 Glieder, molare Masse 4731,42 g/mol. Dazu vier Zertifikate aus 10-mg-Chargen, jedes mit einem Reinheitswert oberhalb von 99,8 Prozent. Verwandte Substanzen aus der Stoffwechselforschung stellt der Überblick zu Inkretin- und Glukagon-Peptiden vor.

Häufige Fragen

Wofür wird Retatrutid bei SwissPeps angeboten?

Ausschliesslich für die In-vitro-Laborforschung. Es ist nicht für den Gebrauch am Menschen oder am Tier bestimmt, und SwissPeps macht keine Angaben zu Wirkungen in lebenden Organismen.

Stammen die Zertifikate aus derselben Vialgrösse, die verkauft wird?

Ja. Alle vier Berichte im Register beziehen sich auf 10-mg-Chargen, also auf genau die Abfüllung, die im Shop erhältlich ist.

Wie gross ist der Unterschied zu Tirzepatid?

Beide Ketten umfassen 39 Aminosäuren. Retatrutid bindet in Modellsystemen neben dem GIP- und dem GLP-1-Rezeptor auch an den Glukagonrezeptor und trägt mit 2381089-83-2 eine eigene CAS-Nummer.

Garantiert SwissPeps eine Mindestreinheit?

Nein, eine pauschale Mindestreinheit wird nicht zugesagt. Massgeblich ist der gemessene Wert auf dem Zertifikat der jeweiligen Charge; bei Retatrutid liegen alle vier Werte über 99,8 Prozent.

Nur für Forschungszwecke. Dieser Inhalt ist informativ. Die erwähnten Produkte werden ausschliesslich für die In-vitro-Labor- und wissenschaftliche Forschung geliefert, nicht für den menschlichen oder tierärztlichen Gebrauch. Für eine Bestellung müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein.

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